"Achtsamkeit ist von Augenblick zu Augenblick gegenwärtiges, nicht urteilendes Gewahrsein, kultiviert dadurch, dass wir aufmerksam sind. Achtsamkeit entspringt dem Leben ganz natürlich. Sie kann durch Praxis gefestigt werden. Diese Praxis wird manchmal Meditation genannt. Doch Meditation ist nicht das, was Sie denken."
Jon Kabat-Zinn
Was ist Achtsamkeit?
Achtsamkeitspraxis blickt auf eine Jahrtausende alte Tradition im Buddhismus und Hinduismus sowie deren Vorgängern zurück - findet sich teilweise aber auch in europäischen, christlich-kontemplativen Praktiken sowie der Lebensweise indigener Kulturen auf der ganzen Welt.
Achtsam sein bedeutet, unsere Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment auszurichten und sie immer wieder dorthin zurückzubringen, wenn sie abgeschweift ist. Mit Qualitäten von Neugier und Akzeptanz beobachten wir innere Phänomene wie unseren Atem, unsere Körperempfindungen, Sinneseindrücke, Gedanken oder Emotionen. Dabei üben wir, automatische Bewertungen auf unsere wahrgenommenen Erfahrungen wegzulassen oder uns ihrer in einem ersten Schritt bewusst zu werden.
Weil sich diese innere Haltung ziemlich stark von dem unterscheidet, was wir in unserer modernen, leistungsorientierten Gesellschaft als "normale" Lebensweisen gelernt haben, müssen wir unsere achtsame Geisteshaltung über mehrere Monate und Jahre kontinuierlich trainieren - wie wir einen Muskel trainieren würden. Es kann dabei hilfreich sein, zunächst eine Übung auszuwählen und diese jeden Tag einmal zu praktizieren - selbst wenn es nur 5 Minuten sind.
Die Übung kann formell durch strukturierte Praktiken wie Sitzmeditation, Bodyscan, Atemraum oder achtsames Bewegen erfolgen. Ebenso ist es möglich, mitten aus dem alltäglichen Leben heraus zu praktizieren. Bei dieser sogenannten informellen Praxis gehen wir einer normalen Tätigkeit unseres Alltags nach (z.B. Zähne putzen, den Müll rausbringen, spazieren gehen, ...) und versuchen, währenddessen so aufmerksam wie möglich bei der eigenen Erfahrung (Gedanken, Körperempfindungen & Emotionen) zu sein.
Ein Kurs, eine Gruppe und ein:e Lehrer:in können uns dabei unterstützen, mit dem Üben fortzufahren, wenn es schwierig wird, eigenen Mustern auf die Schliche zu kommen und uns über alles, was uns auf diesem Weg begegnet auszutauschen.
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Stell dir vor...
...es ist ein ganz normaler Freitagnachmittag. Du kommst nach einer anstrengenden Woche völlig fertig zu Hause an und willst einfach nur noch deine Ruhe. Doch plötzlich klingelt das Telefon und dein Chef ruft an: eine Kollegin ist krank geworden und er bittet dich, morgen für sie einzuspringen. Du seist seine letzte Hoffnung und hättest außerdem eh ein paar Minusstunden zu viel ...
... Bevor du etwas antwortest, atmest du tief ein und aus, spürst wie deine Füße den Boden berühren und wanderst mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper. Du nimmst weit entfernt deinen Herzschlag in der eng gewordenen Brust wahr und spürst die Spannungen in Schultern und Nacken. Ein Seufzer entweicht dir und plötzlich weißt du genau, was du deinem Chef sagen wirst.
Das willst du auch lernen? Dann komm zu einem meiner Tagesworkshops oder melde dich für meinen 10-wöchigen Intensivkurs an, um Achtsamkeit und Selbstmitgefühl in deinem Alltag zu verankern.
Das sagen andere über mich:
"Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es."
Thich Nhat Hanh